Aktuelle Nr.

Aktuelle Ausgabe

August Nr. 4 2017

Titelblatt Akzent Magazin August-September 2017 Unterwegs

Inhalt

Schwerpunkt

  • Von Valutagängern und Schnäppchenjägern
  • 650 km zwischen Rob und Job
  • Z'Basel  uf mym Rhy
  • Beschützt schlafen
  • We like E-Bike

Feuilleton

  • Rainer Brambach (1917 - 1983) - e Groossen in der Literatuurszeene
  • Mut zur Musse!
  • Émile Zola: «Die Erde»
  • Kultur-Tipps
     

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Jeden Morgen um 4 Uhr nahmen die Arbeiterinnen aus Pratteln den Weg unter die Füsse, um rechtzeitig am Arbeitsplatz in der Basler Seidenbandfabrik anzukommen. Nachlesen kann man das in der Ausstellung «Seidenband. Kapital, Kunst & Krise» im Museum BL in Liestal. Heute brauchen wir mit dem Auto für die gleiche Strecke eine knappe Viertelstunde – die Fortschritte in der Mobilität machen es möglich. Dafür pilgern wir in unseren Ferien mit dem Schrittzähler vom Joggeli über den Jakobsweg nach Santiago de Compostela oder zählen auf dem Laufband des Fitnesscenters akribisch die Kilometer, die uns nicht vorwärtsbringen.

«Mobilität» heisst das Thema dieser Ausgabe, das wir von verschiedenen Seiten beleuchten. Obwohl noch lange nicht so alt wie die Rheinschifffahrt oder die Eisenbahn, kommt in Basel und auch bei uns das «Drämmli» an erster Stelle. Stephan Appenzeller, Historiker und Leiter Kommunikation der BVB, hat Antworten auf die Frage, warum das «Tram über die Grenze» in der Stadt am Rheinknie schon immer ein Politikum war.

Über die Grenze pendelt auch die Holländerin Tineke Huizinga. Sie arbeitet während der  Woche oft in Zürich und Bern, wohnt in Basel und genauso oft daheim bei ihrem Ehemann Rob in Holland. Wie sie die 650 Kilometer zwischen Job und Rob im Alltag bewältigt, hat die Easyjet-Pendlerin Manuela Zeller erzählt. Nach Holland fliegt nicht nur Tineke Huizinga, dorthin fah
ren von Basel aus auch die breiten Lastkähne und die eleganten Passagierschiffe. Roger Thiriet erzählt die Geschichte der Mobilität auf dem Rhein und vergisst dabei auch das Rhytaxi nicht.

Das 200-Jahr-Jubiläum des Velos und der Boom der E-Bikes haben Manuela Zeller zur Frage geführt: Warum ist das E-Bike das Lieblingskind der modernen Stadtplaner und was braucht es, damit möglichst viele ökologisch durch die Stadt und übers Land pedalen? Schliesslich bin ich in der Zahnarztpraxis Kadent in Liestal zweimal der Frage nachgegangen, welche Vorteile die mobile Anästhesie bringt. Dabei habe ich einige Erkenntnisse gewonnen und einen Backenzahn verloren.

Beat Trachsler hat sich im Feuilleton auf die Spuren von Rainer Brambach gemacht, dem dichtenden Basler Gärtner, dem die Zeitgeschichte schwierige Reisen 
abverlangte. Und als Kontrapunkt zur Bewegung hat Andreas Schuler bei Seneca nachgelesen, was der grie
chische Philosoph zum Thema «Musse» gedacht hat.

Übrigens: Auch Pro Senectute beider Basel ist in Bewegung. Im Mai hat mir Werner Ryser die Leitung des Akzent Magazins übergeben. Ganz müssen wir aber nicht auf seine Texte verzichten; in seiner Kolumne «Wiedergelesen» stellt er den Roman «Die Erde» von Emile Zola vor. Auf Wanderschaft geht auch Sabine Währen. Die Geschäftsführerin von Pro Senectute beider Basel hat ihr Amt im August an Michael Harr übergeben. Wohin er die Stiftung in den nächsten Jahren steuern will, lesen Sie im Serviceteil.

Christine Valentin